Review: EQDOG PRO HARNESS

Was verspricht uns EQDOG mit seinem Produkt PRO HARNESS?

  • ein langlebiges, windschnittiges Design
  • eine fellfreundliche und atmungsaktive Rückenplatte
  • eine wasserdichte, leicht zu reinigende Bauchplatte
  • ein dreischichtiges Material: wasserresistent, schmutzresistent und fettresistent
  • 4 Befestigungsmöglichkeiten für die Leine für verschiedene Zwecke
  • ein fester Haltegriff auf dem Rücken für extra Kontrolle und für Unterstützung
  • auf der Rückenplatte sind je Seite 3 Schleifen/Ösen zur Befestigung eines Rucksacks (oder des zusätzlichen Bauchgurts)
  • Reflektoren für bessere Sichtbarkeit
  • einen extra Bauchgurt, der optional angebracht werden kann, aber nicht muss - Hier aufgeführt ist als Beispiel ein Leinenführigkeitstraining. Der Bauchgurt wird nur zwischen den Größen S - L mitgeliefert.

 

Wie lässt sich der PRO HARNESS von EQDOG verstellen?

 

Das Geschirr ist, lässt man den optionalen Bauchgurt einmal außen vor, an vier Punkten variabel verstellbar. Diese Punkte sind auf beiden Seiten des Kragens beziehungsweise des Halsausschnitts und auf beiden Seiten des Bauchgurts. Ich persönlich bin immer etwas skeptisch, wenn ich die Rücken- und Bauchgurte nicht verstellen kann, da jeder Hund einen anderen Brustkorb hat und so auch andere Bedürfnisse. Die Rückenplatte ist zwar hart, aber flexibel und lässt sich aber mit etwas Druck dem Hunderücken anpassen und in Form biegen.

Man kann das Geschirr zum Anpassen erstmal an allen Gurten lockern und dann nach und nach die Bauchgurte auf beiden Seiten enger ziehen und den Y-Gurt. Dabei sind die Verschlüsse am Bauchgurt nicht sehr fest und müssen mit den mitgelieferten Gurt-Stoppern befestigt werden. Der Y-Gurt wird vom Verschluss sehr gut gehalten und ist auch auf Zug stabil und verformt sich nicht.

Das Anbringen der Gurt-Stopper fand ich etwas mühselig, im Nachhinein aber praktisch, da sich das Geschirr so viel leichter einstellen lässt. An den beiden Verschlüssen des Bauchgurts sind auch Gummibänder angebracht, die die abstehenden Gurte fixieren. So flattert nichts rum und stört nicht.

 

 

Wie liegt das Geschirr am Körper und wie ist es gepolstert?

 

Zu dem Sitz muss ich sagen, dass es zumindest einem Aussie super passt. Ich habe die Y-Gurte fast in der weitesten Einstellung und könnte sie auch locker noch einen Tick enger machen. Wir haben das Geschirr im Test, weil wir uns fürs Mantrailing so langsam immer professioneller ausstatten. Wir brauchen also ein Geschirr, das den Zugpunkt recht weit hinten hat - allerdings auch nicht zu weit. Außerdem muss es gut gepolstert sein und darf nicht drücken, zu steif sein, die Bewegung oder die Atmung in irgendeiner Weise einschränken.

 

Der Y-Gurt liegt optimal über den Schultern und polstert bis etwa eine fingerbreit über dem Brustbein.

 

Auch auf schrägen Zug (also wenn man nicht direkt hinter dem Hund steht) verrutscht das Geschirr nicht wesentlich. Die Schultern bleiben weiterhin unblockiert. Der Y-Gurt rutscht ein bisschen über das Brustbein, drückt aber nicht auf den Kehlkopf.

 

Was die Polsterung angeht, gibt es einige Dinge, die ich sehr schön gelöst finde und einige, die eher ausbaufähig sind.

 

Schön finde ich die weiche Polsterung am Bauchgurt und die Formstabilität des Y-Gurts. Das Geschirr lässt sich in sich selbst verstellen, das heißt, dass kein Teil jemals ungepolstert ist. Der Bauchgurt lässt sich am Verschluss in einen Netzgummi unter der Rückenplatte feststecken, so, dass die Verschlüsse wirklich oben aufliegen. Beim Y-Gurt ist das System ähnlich - die Polsterung lässt sich in das Geschirr schieben und die Verstellgurte berühren niemals den Hundekörper. Auf diese Weise werden Scheuerstellen vermieden. Die Formstabilität der Rückenplatte und den extra gelieferten Bauchgurt, der das Geschirr noch einmal extra gegen Verrutschen sichern soll finde ich auch gut, da die Rückenplatte nicht so schnell an die Seite des Körpers rutscht, wie herkömmliche Geschirre und so auch der Bauchgurt nicht in die Achsel rutscht.

 

Blöd finde ich, dass die Verstellmöglichkeit am Y-Gurt und auch der D-Ring direkt unter dem Brustbein nicht optimal ausgepolstert sind. Das Material an sich ist zwar weich, aber an der Außenseite sind eben doch harte Details angebracht, die auf Zug eventuell durch die Polsterung drücken könnten.

 

4 Befestigungsmöglichkeiten für die Leine

 

Die erste Befestigungsmöglichkeit befindet sich, zum normalen Gassigehen, direkt hinter dem Nacken in Form eines kleinen Metallrings. Die zweite - ebenfalls in Form eines Metallrings und schön mit Gummi am Geschirr befestigt, dass auch nichts schlackert, vorne an der Brust. Diesen kann man benutzen, um beispielsweise Leinenführigkeit zu üben.

Die dritte Möglichkeit ist hinten am Rücken. Auch unten am Bauch befindet sich eine vierte Lasche wie oben am Rücken. Die beiden eignen sich wunderbar, um daran eine Schleppleine zu befestigen. Zur Fährtenarbeit beispielsweise unten und zum Mantrailing oben.


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